Die Einzigartigkeit der immateriellen Ressource Wissen liegt darin, dass sie sich bei ihrer Nutzung nicht wie die materiellen Ressourcen verbraucht, sondern vermehrt.

Der überwiegende Teil des in den Unternehmen und in den Köpfen der Mitarbeiter
vorhandenen Wissens wird noch nicht effizient genutzt. Hier zeigen sich in sehr
vielen Unternehmen enorme Ressourcenverschwendungen in der
Wertschöpfungskette. Vielen Unternehmenslenkern ist dieses Problem bekannt;
geeignete transferfähige Anwendungskonzepte, mit denen das intellektuelle Kapital
ihrer Mitarbeiter aktiviert, wertschöpfend genutzt, erhalten und vermehrt werden
kann, fehlen jedoch. Damit das gewaltige Wertschöpfungspotential zukünftig erfasst
und genutzt werden kann, müssen transferfähige Anwendungskonzepte entstehen.
Die systematische Erfassung und Dokumentation der Wissensbasis im Unternehmen
wird zukünftig zur Unternehmenswertschöpfung beitragen. Veränderte
Anforderungen an die Arbeitsorganisation und die Mitarbeiter, wie etwa die Fähigkeit,
beständig Neues aufzunehmen und dieses Wissen in der praktischen Tätigkeit
umzusetzen. Die Forderung nach Veränderungsfähigkeit und der Fähigkeit,
„immaterielle“ Werte zum Gegenstand wirtschaftlichen Handelns zu machen, stellen
sich in neuer Qualität. Der wirtschaftliche Erfolg von Einzelnen und Unternehmen,
aber auch von ganzen Industrienationen, wird von der Fähigkeit zu lernen und sich
auf neue Situationen einzustellen abhängig gemacht. Praxiserprobte Systeme und
Vorgehensweisen zur Erfassung von Wissen werden hierzu benötigt. Ebenso weil die
demographische Veränderung der Bevölkerung einem raschen Wandel der
Altersstruktur unterliegt: Höhere Lebenserwartung und zurückgehende
Geburtenraten heben das Durchschnittsalter: Die „Alterspyramide“ wird mehr und
mehr zu einem „Altersbaum“ werden. Die Mehrheit der Erwerbsbevölkerung wird in
wenigen Jahren älter als 50 Jahre sein. Es entsteht die Notwendigkeit,
Ausbildungsprozesse und Bildungsphasen auch in spätere Lebensabschnitte zu
integrieren. Hierzu wird in Unternehmen die Entwicklung und Zugang zu
arbeitsprozessorientiertem Wissen immer wichtiger. Die Globalisierung und
Internationalisierung stellt ebenfalls neue Anforderungen: Wissen muss über
Ländergrenzen hinweg verfügbar sein.

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